Buchstabe C im Polstermöbel Lexikon


Changieren: Bezeichung für mehrfarbig schimmernde Optik eines Stoffes. Der dekorative Effekt entsteht durch Verwendung unterschiedlich gefärbter Kett- und Schußfäden. Changierende Stellen können bei Velouren und Chenillestoffen entstehen, wenn sich der Flor auf den Sitzflächen flach legt.

Chatosen: Chatosen bilden den Abschluß der Armlehnen im vorderen Bereich und werden zumeist mit Stoff bezogen oder als Sichtholz-Chatosen gearbeitet.

Chemiefasern: Chemisch und industriell hergestellte Fasern aus natürlichen Polymeren (z.B. Zellulose, Latex, Algen, Eiweiß) oder synthetischen Polymeren und anorganischen Stoffen. Aus Chemiefasern hergestellte Möbelbezugsstoffe haben gute Gebrauchseigenschaften, sind pflegeleicht und strapazierfähig. Bei Dauernutzung erweisen sie sich wesentlich belastbarer als halbsynthetische Fasern wie Baumwolle oder Viskose.

Chenille: Ein Veloursgewebe, bei dem der Florfaden ähnlich einer Flaschenbürste gesponnen ist. Dieser Faden, meist aus Baumwolle, wird in ein Kettfadensystem eingewebt. So entsteht ein Bezugsstoff mit unregelmäßigem Flor, der keine Strichrichtung aufweist. Chenillestoff hat die positiven Gebrauchseigenschaften von Baumwolle und bei guten Qualitäten eine hohe Abriebfestigkeit. Chenille ist ein Stoff mit samtähnlicher Optik und Haptik, strapazierfähig, wärmend, und meist blickdicht. Er kann sowohl als Deko-, als auch als Bezugsstoff für Polstermöbel genutzt werden. Durch Verwendung des Chenillegarn (Raupengarn – Chenille = franz. Raupe) das heute hauptsächlich aus Baumwolle, aber auch aus Polyacryl hergestellt wird entstehen bzw. werden die oben aufgeführten Eigenschaften verstärkt.

Chintz: Glänzendes, feines und dichtes, leinwandgebundenes Gewebe. Es wird meist aus Baumwolle, Polyester oder auch als Mischgewebe, unifarben oder auch mit gedruckten Dessins hergestellt.

Chippendale: Die Stilform Chippendale, auch engl. Rokoko genannt, deren Epoche von 1740 bis 1780 stattfand, verbindet gotisierende und chinesische Einflüsse und zeichnet sich durch virtuose Verwendung der Grundformen aus.

Chlorieren: Die Wolle ist Aufgrund ihres Faseraufbaus hydrophob (=wasserabweisend). Sie hat die Eigenschaft, in feuchtem Zustand und bei mechanischer Einwirkung zu schrumpfen und zu filzen. Das Chlorieren reduziert diese Eigenschaften mit dem positiven Nebeneffekt der Antifilzwirkung.

Clubsessel: Ein Clubsessel ist ein vollgepolsterter Sessel und war ursprünglich für die Möblierung von Club- und Gesellschaftsräumen vorgesehen. Später wurden Clubsessel auch im privaten Bereich eingesetzt.

Cocktailsessel: Einen Cocktailsessel bezeichnet man auch als Clubsessel. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte diesem Begriff.

Cord: Verloursgewebe mit zu Längsrippen geschnittenem Flor. Elastisch und weniger empfindlich gegen Verschmutzungen hat Cord gute Gebrauchseigenschaften als Bezugsstoff für Polstermöbel, wobei reine Baumwollcords empfindlicher sind als Mischgewebe.

Couch: Eine Couch definiert sich als breites Liegesofa mit einer charakteristisch niedrigen Rückenlehne.

Couchgarnitur: Eine Couchgarnitur besteht aus einem oder mehreren Couchsofas mit passenden Sesseln.

Couchtisch: Bezeichnet einen niedrigen Tisch als Beimöbel zu einer Polstergarnitur. Ein Couchtisch steht meist vor dem Sofa einer Garnitur oder Polstergruppe.

 

Nach oben

B
D