Buchstabe L im Polstermöbel Lexikon


Lackieren: Unter Lackieren versteht man den Auftrag einer oder mehrerer Lackschichten, um eine geschlossene, transparente Oberfläche zu erhalten oder um eine Lackschicht aufzubauen, die hochglanzpoliert werden soll. Nach Auftrag und Lackart unterscheidet man „klar lackiert“, „deckend lackiert“ und „Schleiflack“.

Lagerverkauf: Bezeichnet den Verkauf von Produkten eines Herstellers ab Lager direkt an einen Kunden. Eine detaillierte Definition des Begriffes Lagerverkauf entnehmen Sie bitte dem Punkt Werksverkauf.

Landhausstil: Der Landhausstil entsteht im England des 18. Jahrhunderts. In den durchaus schlossartigen Landhäusern von Adel und reichem Bürgertum ergibt sich wegen der typisch englischen Sammelleidenschaft eine bunte Mixtur aus den geschnitzten Eichenmöbeln der Renaissance, dem vergoldeten Stuck des Barock, den Damastdraperien des Rokoko und den üppigen Polstermöbeln des Regency. Mit den Jahrhunderten entwickelt sich daraus der heute beliebte Landhausstil: eine ungezwungene, natur- und kulturverbundene Mélange, eingebettet in Stoffe aller Art - insbesondere Blümchen-, Streifen- und Karo-Muster, spielerisch dekoriert und kombiniert.

Lastilux: Lastilux ist ein Schaummaterial für Sitzkissen und bietet besonders gute Eigenschaften im Hinblick auf Komfort und Haltbarkeit. Lastilux ist antiallergisch, bildet keinen Staub und ist schwer entflammbar nach DIN 4102-B2.

Lasuren: Lasuren werden für die Farbgebung der Holzoberflächen verwendet und bestehen aus Harzen, Weichmachern, Farbpigmenten, Trockenstoffen und Holzschutzmitteln. Sie werden als Imprägnierlasur oder schichtbildende Lasur aufgetragen. Imprägnierlasuren dringen tief in die Holzfasern ein und machen das Holz beim Möbel wasserabweisend und witterungsbeständig. Schichtbildende Lasuren verleihen dem Holz einen wasserabweisenden, transparenten Anstrichfilm, der wasserdampfdurchlässig und damit feuchtigkeitsregulierend ist. Die besonderen Merkmale einer Lasurbehandlung ist die etwas verschleierte Farbe der Holzoberfläche beim Möbel. Lasuren werden im Streich-, Spritz- oder Tauchverfahren aufgetragen.

Latex: Die Begriffserklärung zu Latex finden Sie unter dem Synonym Schaumgummi.

Latexmatratze: Matratzen aus Latex bieten einen äußerst komfortablen Liegekomfort. 5 Zonen Luftkammern Spezial Natur-Latex-Stiftkern 14 cm. Hochelastisch und extrem luftdurchlässig.

Lattenrost: Ein Lattenrost besteht als Grundmodell aus Sichtholzleisten in Naturgummipuffern gelagert. Die Härteeinstellung läßt sich individuell einstellen.

Laubhölzer: Laubhölzer sind langsam wachsende Holzarten. Harte Laubhölzer sind zum Beispiel Eiche, Buche, Nußbaum, Esche und Ulme. Um die auffallende Holzmaserung sichtbar zu lassen, erhalten diese Hölzer meistens eine transparente Oberflächenbehandlung.

Laugieren: Das Laugieren ist eine Behandlung, die vorwiegend bei Baumwollgeweben mit Natronlauge ohne Spannung durchgeführt wird. Bewirkt wird ein Ausschrumpfen und Verdichten der textilen Fläche verbunden mit einer besseren Anfärbebereitschaft.

Leder: Leder ist eine durch Gerbung chemisch haltbar gemachte Tierhaut, deren natürliche Faserstruktur weitgehend erhalten ist. Die Färbung von Leder erfolgt nach zwei Methoden, die zu unterschiedlichen Qualitäten führen. Bei der Transparentfärbung (Anilinleder) ziehen die wasserlöslichen Farbsubstanzen in jede Hautfaser ein und färben das Leder durch. Die Poren bleiben offen und das Leder wirkt weich und textilartig. Insektenstiche, Dornenrisse usw. bleiben erhalten. Sie sind charakteristische Echtheitsmerkmale, die die Optik des Naturprodukts ausmachen und keinen Anlass zu Reklamationen darstellen. Bei der Pigmentfärbung, auch Deckfärbung genannt, überdeckt mehrmals aufgespritzte Farbe die Hautstrukturen. Das Leder verliert zum Teil seine Natürlichkeit. Je stärker die Farbauftrag, desto geringer die Atmungsaktivität, das Leder wirkt kalt und erwärmt sich bei Körperkontakt langsamer. Nach dem Färben wird das Leder imprägniert, um es vor schneller Verschmutzung zu schützen. Für ein größeres Sofa werden 5 bis 6 Rinderhäute (ca. 25 qm) benötigt. Farbschwankungen und unterschiedliche Strukturverläufe sind ein Zeichen von Echtheit. Bei transparent gefärbtem Leder fällt viel Verschnitt an, weil nur einwandfreie Hautpartien verwendet werden. Das erklärt auch den oft großen Preisunterschied zu pigmentiertem Leder. Bei Polstermöbel mit Lederbezügen sind meistens mehr Nähte als bei Möbeln mit Stoffbezügen erforderlich, weil sich die Häute nicht in festgelegten Breiten und Längen produzieren lassen. Zusätzliche Teilungsnähte befinden sich oft in der Sitzfläche und im Rücken eines Sofas. Die für Polstermöbel am häufigsten verarbeiteten Lederarten sind Antikleder, Blankleder, Büffelleder, Dickleder, Huntingleder, Nappaleder, Neckleder, Nubukleder und Veloursleder.

Lederarten: Beschreibt die verschiedenen Arten von Leder.

Lederbearbeitung: Die Lederbearbeitung beschreibt die vielfältigen Bearbeitungsmöglichkeiten von Leder.

Lederfärbung: Die Färbung der Leder erfolgt vorwiegend in rotierenden Fässern oder in Trommelmaschinen. Neben der durchfärbenden Fassfärbung gibt es auch weniger bedeutsame Färbeverfahren: färben in der Haspel (Bottich), in der Durchlauffärbemaschine oder die Bürst- oder Spritzfärbung. Meistens wird in einem weiteren Arbeitsgang noch gefettet und anschließend getrocknet. Es kommen vor allem drei Methoden zum Einsatz: Die Anilinfärbung (Transparenfärbung), die Semi-Anilinfärbung (leicht pigmentiertes Leder) und die Pigmentfärbung (Deckfarbenzurichtung).

Ledergarnitur: Eine Ledergarnitur bezeichnet die Kombination modellgleicher meist vollgepolsteter Sofas und Sessel, die mit Leder bezogen sind.

Lederherstellung: Erklärt die Herstellung von Leder.

Lederpflege: Naturbelassenes Leder sollte regelmäßig mit einem weichen, trockenen oder leicht feuchten Fensterleder abgestaubt werden. Zweimal jährlich sollte es mit einem Spezialpflegemittel behandelt werden, damit das Leder weich und geschmeidig bleibt (zuvor an versteckter Stelle testen!). Leder darf nie durchfeuchten. Starkes Reiben sollte vermieden werden. Nubuk- und Veloursleder sollte von Zeit zu Zeit mit der Polsterdüse des Staubsaugers abgesaugt werden. Speckige Stellen kann man mit einem Schwamm, einer weichen Bürste oder mit einer speziellen Gummibürste aufrauhen. Eine Besonderheit bei naturbelassenen und leicht pigmentierten Rauhledern: Fettflecken müssen nicht unbedingt entfernt werden. Sie ziehen mit der Zeit ins Material ein.

Leime: Bei den Holzleimen handelt es sich um hochwertige Leime, die im Gestellbau benötigt werden.

Leinen: Das Leinen ist die Stängelfaser der Lein- beziehungsweise Flachspflanze Linum Usitatissimum – eine der ältesten Kulturpflanzen überhaupt. Funde in Pfahlbauten aus der jüngeren Steinzeit zeigen, dass Leinen schon in der Vorgeschichte eine Rolle spielte. Bei den Ägyptern war es ein Symbol für Reinheit, das ein hervorragender Wärmeleiter, also kühlend bei Hitze, sehr reißfest, kaum elektrostatisch aber schmutzabweisend und bakterienhemmend, sehr saugfähig, unempfindlich gegen Laugen, also kochfest, nicht fuselnd, im Griff kühl und trocken und von Natur aus seidig glänzend. Leinen knittert, doch es „knittert edel“ finden Fans dieses Stoffes. Eigenschaften: hohe Saugfähigkeit (schnelle Aufnahme und Abgabe), hohe Nassfestigkeit (nass fester als trocken), hohe Reißfestigkeit, hohe Wärmeleitfähigkeit (erfrischt und kühlt), hohe Abriebfestigkeit, geringe Elastizität, daher knitteranfällig, hautsympatisch, geringe elektrostatische Aufladung, säureempfindlich.

Leiterstich: Die erste Garnierung einer kräftigen, freifedernden Kante wird fast immer mit dem Leiterstich ausgeführt. Dieser Stich wird so genannt, weil die Oberfläche desselben stufenförmig wie eine Leiter aussieht. Mit diesem Stich wird der Kantendraht mitgefaßt.

Leiterstich (blind): Dieser Stich wird meistens bei englischen Kanten sowie auch an der hinteren Kante eines Sitzes angewendet, wo die Fassonleinwand auf die Zarge zugeschlagen wird. Der Garnierfaden ist an der Oberfläche der Sitzkante nicht sichtbar. Durch diesen Stich wird Material in die Kante gezogen.

Leiterstich (verknüpft): Mit dem verknüpften Leiterstich als erste Kantengarnierung wird gleichzeitig die entsprechende Fasson an die Federung festgenäht. Die Verknüpfung bewirkt, daß der Stich, nachdem er einmal angezogen ist, nicht mehr nachlässt, so dass bei jedem folgenden Garnierstich nur dieser kräftig angespannt werden muss.

Lichtechtheit: Alle textilen Gewebe leiden unter der Einwirkung direkter Sonneneinstrahlung. Hellere Farben verändern sich durch Lichteinwirkung schneller als dunklere. Die Bewertung der Farbechtheit von Textilien gegenüber dem Tageslicht wird in einer Skala von 1 bis 8 klassifiziert, wobei 1 die schlechteste und 8 die beste Lichtnote darstellt. Beobachtet wird die deutliche Veränderung von Muster und Farbe im Verhältnis zur Typfärbung.

Liegesessel: Sessel der Art wie ein Liegesessel oder auch ein Fernsehsessel werden unter einer weiteren Begrifflichkeit, den Relaxsesseln erklärt.

Links-Rechts-Naht: Hierbei wird die verstürzte Naht durch ein weiteres Abnähen von rechts haltbarer und markanter.

Litze: Der Ausdruck Litze kann zweierlei bedeuten: Zum einen ist eine Litze eine schmale, flach geflochtene Borte. Zum anderen heißt auch ein Teil des Webstuhls so: Jeder Schaft ist mit zahlreichen Drahtschienen bestückt, die in der Mitte jeweils eine Öse haben – die Litzen. Durch jede Litze wird ein Kettfaden gezogen, der somit auf und ab bewegt werden kann. Am Jacquardwebstuhl ohne Schäfte ist jede Litze frei beweglich.

Lorica: Bezugsstoff aus Chemiefaser mit Nappaleder-Optik. Wird vorrangig im Objektbereich eingesetzt.

Lose Polster: Kissen und Auflagen, die nicht mit dem Möbel fest verbunden sind. Bei flachen Polsterkissen sollte das Füllmaterial in Kammern durch Stege getrennt sein. Vollpolsterkissen mit Schaumstoff, Federkern oder losen Füllungen bilden eine Einheit mit Federung und Grundpolsterung. Je nach Kombination der drei Elemente kann der Sitzkomfort von fest über medium und semi-soft bis hin zu soft gestaltet werden.

Lösungsmittel: Dienen als leicht flüchtige Flüssigkeiten zum Lösen von Harzen, Wachsen und Nitrozellulose, d.h. sie machen den Lack erst verarbeitungsfähig. Bewährte Lösungsmittel sind z.B. Alkohole oder Terpentin. Zunehmend werden sie aber durch unschädliche, hautverträgliche und geruchsmilde Alternativprodukte ersetzt. Bei den neu entwickelten Wasserlacken ersetzt Wasser weitgehend die organischen Lösungsmittel.

Lösungsmittellacke: Es sind physikalisch trocknende Überzugsmittel aus verschiedenen Bestandteilen, die nicht chemisch miteinander reagieren. Zum Trocknen verdunstet das Lösungsmittel und die Lackkörper bleiben als Lackschicht auf der Oberfläche zurück. Zu dieser Gruppe zählt der Nitrozelluloselack (NC-Lack). Es entstehen elegante, offenporige (die Porigkeit einer Holzfläche wird betont) Lackierungen. Allerdings ist die Kratz- und Abriebbeständigkeit geringer als bei den Reaktionsharzlacken (Lösemittelgehalt bis zu 85 %).

Louis 14: In der Zeit Louis 14. (1660-1710) dominierte eine Stilform, die durch Ihre geschweifte Grundform und geschwungenen Profile zu erkennen ist. Die Konstruktionen wirkten noch schwer im Verhältnis zu den folgenden Epochen.

Louis 15: Die Stilform in den Jahren von 1735 bis 1765 war der Rokoko, die Merkmale dieser Epoche sind die überreich geschwungene Form und die asymmetrische Mittelpartie.

Louis 16: Die Epoche Louis 16. von 1774 bis 1789, auch als französicher Klassizismus bekannt, prägt durch klassische Grundformen und einfache, klare Gliederung. Diese Stilform wirkt etwas steif, aber auch grazil.

Lurex: Lurex ist ein Handelsname für glitzernde Metallgarne. Sie bestehen aus feinsten Aluminiumbändchen, die auf Zellulose-Acetat-Folien aufkaschiert werden.

Lüster: Mit dem Lüster meint man den Glanz einer Faser, eines Garns oder eines Stoffs. Seide zum Beispiel hat einen ganz natürlichen Lüster. Der Begriff wurde vom französischen „lustre“ für „Glanz“ oder auch „Glasur“ eingedeutscht.

Lycra: Lycra ist ein Markenname für eine Elastanfaser.

 

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