Buchstabe N im Polstermöbel Lexikon


Nadelhölzer: Nadelhölzer sind weiche bis mittelharte Hölzer, z. B. Fichte, Tanne, Kiefer, Lärche usw. Die Großporigkeit dieser Hölzer gewährleistet ein gutes Verankern bestimmter Überzugsmittel. Diese Hölzer sind zum Teil harz-haltig.

Nahtbild: Der optische Gesamteindruck einer Naht einschließlich Auswahl von Stichtyp, Nähmittelfarbe und -stärke.

Nahtfestigkeit: Nahthaltbarkeit und Nahtsicherheit während des Gebrauchs. Die Stichlänge und die Stichdichte haben einen entscheidenden Einfluß auf die Nahtfestigkeit und Nahtdehnung. Textile Bezugsmaterialien können je nach Beanspruchung mit kurzer Stichlänge vernäht werden. Beim Zusammenfügen von Lederteilen wird ein längerer Stich empfohlen, damit nicht ein Perforationseffekt einrtitt. Eine zu geringe Stichdichte kann die Materialdehnung im Bereich der Naht blockieren, was unter Umständen zu Zügen führen kann.

Nahtverarbeitung: Die verfahrenstechnische Auswahl und Wirkung der nahtbezogenen Einflußfaktoren, wie z.B. Nahtart, Stichtyp, Stichdichte, Fadenspannung, Transporteur und Nähmittel versteht man unter der Nahtverarbeitung.

Nahtverlauf: Die Lage einer Naht im Hinblick auf Funktion und Wirkung.

Nappaleder: Ist ein Leder von bis zu 1,2 Millimeter Dicke. Es wird auf drei Arten gefärbt. Die Transparentfärbung (Bezeichnung am Möbel: Nappaleder, naturbelassen) erhält die natürliche, offenporige Struktur und macht es zum edelsten aller Möbel-Leder. Von 100 Häuten eignen sich für dieses Leder nur 10 bis 20. Es reagiert lichtempfindlich und sollte keiner direkten UV-Strahlung ausgesetzt werden. Nappaleder ist nach der kalifornischen Stadt Napa benannt, wo das Bearbeitungsverfahren entwickelt wurde.

Naturfasern: Aus Tierhaaren oder Pflanzen gewonnenes Material wie Baumwolle, Jute, Leinen, Mohair, Schurwolle und Seide.

Neckleder: Neckleder ist ein Leder mit ausgeprägtem Narbenbild. Es kann von 1,8 bis 5 Millimeter dick sein. Mast- und Halsfalten sind sichtbar.

Neigungswinkel: Angaben zu den zu empfehlenden Neigungswinkeln, entnehmen Sie bitte den Ausführungen unter dem Punkt Sitzkomfort.

Nessel: Der Nessel ist ein schlichter, leinwandbindiger Stoff aus einfachen Baumwollgarnen. Er kommt entweder naturweiss oder gebleicht und in vielen verschiedenen Breiten in den Handel und wird häufig als Druckgrundware verwendet. Man unterscheidet den relativ groben Cretonne vom feinfädigeren Renforcé und dem noch feineren Kattun.

Netzfransen: Von Netzfransen spricht man, wenn die Fransen einer Borte untereinander zu einem kunstvollen Netz verknotet sind. Oft werden zusätzlich noch kleine Pompons oder Quasten mit eingearbeitet.

Nierenstütze: Eine Polstervorwölbung in der Rückenlehnen, in Höhe der Lendenwirbel, eines Polstermöbels. Sie ermöglicht ein ermüdungsfreies Sitzen und erhöht den Sitzkomfort. Auch durch sogenannte Nierenkissen, die vor die Rückenlehne gestellt werden, wird dies gewährleistet.

Nosagfedern: Nosagfedern können ein Teil einer Unterfederung sein und werden unter diesem Punkt näher definiert.

Nubukleder: Nubukleder ist ein auf der Narbenseite geschliffenes, samtartiges und edles Kalb- oder Rindleder. Der Schliff korrigiert die Naturmerkmale leicht. Es ist sehr empfindlich, zeigt schnell Gebrauchsspuren und bekommt eine Patina.

Nylon: Nylon ist ein Gattungsbegriff für Polyamidfasern, jedoch kein geschützter Markenname. Die Fasern werden im Schmelzspinnverfahren produziert. Wie auch andere Polyamide ist Nylon hochelastisch, sehr reißfest und scheuerbeständig, schnell trocknend, knitterfest, mottensicher, laugenfest, fäulnisbeständig und plissierfähig. Allerdings neigen weiße Nylonartikel zum Vergilben und Vergrauen, da ihre weiße Farbe durch optische Ausheller entsteht.

 

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