Buchstabe W im Polstermöbel Lexikon


Walken: Das Walken ist ein spezielles Ausrüstungsverfahren. Der Stoff wird unter Wärme, Druck und Feuchtigkeit kräftig bewegt und gestoßen. Durch diesen Vorgang schrumpft das Gewebe, was bei einigen Fasern zu einer Verfilzung führt. Andere werden wasserabweisend, aber für alle gilt, das durch diesen Prozess später beim Waschen diese Stoffe nur noch minimal einlaufen.

Wasserverdünnbare Lacksysteme: Die Wasserlacke bestehen aus wasserlöslichen Kunstharzen mit einem geringen Anteil an Lösungsmitteln und weniger gesundheitsunschädlichen Inhaltsstoffen. Die Entsorgung der Lackreste, die Abwasseraufbereitung von Spritzkabinen und die Reinigung der Auftraggeräte gilt als problemlos (Lösemittelgehalt bis zu 10%).

Waterlily: Markenname für ein neuentwickeltes Polstermaterial mit hohem Komfort. Es gehört zu den Schaumstoffen, unterscheidet sich aber beispielsweise von PUR-Schaumstoff dadurch, dass als Treibmittel Wasser eingesetzt wird. Es ist frei von Zusätzen wie FCKW, PCP etc. und wird wegen der Umweltverträglichkeit immer häufiger verarbeitet.

Wattevlies: Eine aus Polyesterfasern hergestellte Watte. Sie kann mit feinem Nessel abgesteppt oder an der Oberfläche verleimt sein. Sie liegt als schützende Schicht zwischen dem Schaumpolster und dem Bezugsstoff.

Wattieren: Von Wattieren spricht man, wenn Stoffe mit einem bauschigen Füllmaterial wie zum Beispiel einem Dacron-Vlies oder einer Kapok-Einlage unterfüttert werden. Auf die gewünschte Weichheit und Plastizität ausgerichtet, werden Wattebahnen unter den Bezugsstoff gelegt und durch Nähte fest verbunden.

Weichen (Leder): Durch das Weichen des Leders in Wasser erhält die Haut ihren ursprünglichen, geschmeidigen Zustand zurück und quillt leicht auf. Zudem wird sie gereinigt, Konservierungsmittel werden entfernt und alle löslichen Eiweißstoffe werden ausgewaschen.

Weichschaum: Der Begriff des Weichschaums wird unter „Schaumstoff“ definiert.

Weißpolster: Beim Weißpolster wird die mit Watte abgedeckt Polsterung anstatt direkt mit Bezugsstoff erst mit Nessel bezogen. Zudem bezeichnet man Polstermöbel immer dann mit Weißpolster, wenn das Polstermöbel mit Kundenstoff bezogen werden soll, die Bezugsarbeit aber bereits im Preis enthalten ist.

Wellenfedern: Wellen- bzw. Schlangenfedern bestehen aus einem gehärteten oberflächenveredelten (z.B. phosphatiert oder feuerverzinkt) Federstahldraht mit unterschiedlichen Drahtdicken und der typischen Wellenform. In der Praxis werden die Wellen- oder Schlangenfedern meistens als „Nosag-Federn“ bezeichnet.

Werksverkauf: Unter Werksverkauf, auch Fabrikverkauf genannt, versteht man einer Verkaufseinrichtung über die bekannte Markenhersteller typischerweise am Standort der Produktionsstätte oder in unmittelbarer Nähe ihre Produkte direkt an den Endverbraucher absetzen. Ein wesentliches Merkmal des Werksverkauf besteht darin, dass in der Regel Waren aus Produktionsüberhängen oder z.B. Möbel aus Kollektionen abgelaufener Saisons, Mustermodelle oder Möbel aus Rücknahmen veräußert werden. Demzufolge liegt der Schwerpunkt auf Waren, die der Einzelhandel nicht mehr anbietet, um Überschneidungen in der Kollektion zu vermeiden.

Wirken: Beim Wirken entsteht im Gegensatz zum Weben, bei dem die Fäden rechtwinklig verkreuzt werden, ein Stoff aus verschlungenen Maschen. Man unterscheidet das Kulieren, das in etwa dem Stricken entspricht, und das Kettwirken, das eher dem Häkeln entspricht. Gewirke werden von Wirkmaschinen, wie zum Beispiel der Raschelmaschine oder der Häkelgalonmaschine, produziert.

Wohnlandschaft: Unter einer Wohnlandschaft versteht man landläufig die Kombination von Polstermöbeln, i.d.R. eines meist vollgepolsterten Ecksofas mit passendem Sessel.

Wolle: Wolle ist dehnbar und elastisch, kann Feuchtigkeit aufnehmen ohne sich klamm anzufühlen. Nach jeder Lageveränderung wird die alte Form wieder angenommen. Wolle hat hohe Scheuertouren, ist nicht schmutzanfällig und ist schwer entflammbar.

 

Nach oben

V
X