Hinterschäumtechnik

Bei der Hinterschäumtechnik wird der Bezugsstoff luftundurchlässig beschichtet. Nun wird er unter Vakuum in eine Polsterform gesaugt und mit Schaum besprüht werden. Wenn sich der Schaum verfestigt hat, wird das fertige Polster aus der Form genommen. Diese Technik hat gegenüber der herkömmlichen Polstertechnik enorme Kostenvorteile. Nachteilig ist jedoch, dass die luftundurchlässige Abdichtung des Stoffes das Sitzklima negativ beeinflusst, die Atmungsaktivität wird beeinträchtigt. Man versucht zwar, Luftkanäle in das Polster zu integrieren, in der Praxis jedoch werden diese Kanäle aber durch das Gesäß ausgefüllt oder zusammengedrückt. Ein weiterer Nachteil liegt im Auftragen des Schaumes. Bei der Hinterschäumtechnik wird der Schaum nur in der Dicke des Polsters aufgetragen. Homogenität und Polsterhärte können dadurch beeinträchtigt werden. Siehe auch Bezugsstoffbearbeitung.

 

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